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Einkaufsfinanzierung | Finetrading

Die Einkaufsfinanzierung - genauer: Wareneinkaufsfinanzierung, oft auch Finetrading genannt, bietet eine dauerhafte Alternative zu den bestehenden Kontokorrentrahmen.

In Deutschland haben sich Einkaufsfinanzierer, in der Regel spezielle und bankenunabhängige Anbieter für Lösungen der Einkaufsfinanzierung etabliert.  

Gerade durch die enormen Veränderungen, die sich durch „Basel II + Basel III“ (neue internationale Eigenkapitalregeln für Banken) bei der Kreditvergabe der Banken ergeben, ist es für mittelständische Unternehmer wichtiger denn je, sich eine funktionierende Finanzierungsalternative aufzubauen.

Wann macht Einkaufsfinanzierung Sinn?

  • Finanzierung von Wachstumsphasen
  • Überbrückung von Kapitalbindung
  • Ergänzung von Kreditlinien
  • Erhöhung der Liquidität
  • Ausgleich von Saisonspitzen
  • Verbesserung von Einkaufskonditionen

Wareneinkaufsfinanzierung als Alternative | Im Wareneinkauf liegt der Gewinn!

Wareneinkaufsfinanzierung bedeutet die Übernahme des Wareneinkaufs durch den Einkaufsfinanzierer für den Kunden, die Warenabnehmer sind.

  • Der Warenabnehmer sucht sich dabei seine gewünschten Waren beim Lieferanten aus.
  • Der Einkaufsfinanzierer wird informiert und bestellt das Produkt beim Lieferanten.
  • Der Einkaufsfinanzierer  veräußert das Produkt an den Warenabnehmer und bezahlt den Lieferanten unverzüglich nach Rechnungsstellung unter Inanspruchnahme des Skontos.
  • Der Einkaufsfinanzierer übersendet eine Rechnung an den Abnehmer mit einem Zahlungsziel von bis zu 4 Monaten.

Es gibt ein flexibles Gebührensystem, das heißt, dass die Stundungsgebühren für die Verlängerungszeiträume für den jeweiligen Kunden gesondert ermittelt werden.

Kosten der Einkaufsfinanzierung richten sich nach:

  • Höhe des Skontos
  • Art der Ware
  • jährlichem Einkaufsvolumen
  • der Bonität des Unternehmens
  • der Bestellhäufigkeit
  • und der tatsächlichen Nutzungsdauer

Kosten der Wareneinkaufsfinanzierung  - je nach Bonität/ Index  und Umsatzvolumen sind die Gebühren für jedes Unternehmen individuell.

Ein Sonderthema der Einkaufsfinanzierung ist 

Zielsetzung von Einkaufsfinanzierung

Sie gewinnen Zeit!

Sie können Ihre Waren genau dann bestellen, wann sie produzieren wollen und bezahlen Ihre Bestellung, wenn Sie am Markt Umsatz generiert haben. So können Sie schnell und unkompliziert auf Marktsituationen reagieren.

Sie erhöhen Ihre Liquidität!

Sie entlasten Ihre liquiden Mittel durch gezielte Einkäufe und nutzen diese Zeit, bevor diese Lieferungen zu bezahlen sind. So stabilisieren Sie Ihren Kassenbestand, ohne die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zu erhöhen. Der beste Einsatz für die gewonnene Liquidität? Innovation und Wachstum!

Sie sind flexibler!

Sie entscheiden unternehmerisch, wann und wie viel sie einkaufen – unabhängig von Ihrer Bank und der Marktlage, in der Sie sich gerade befinden. Mit einer Einkaufsfinanzierung, auch Finetrading genannt, kann die finanzielle Belastung in Spitzenzeiten auf bis zu vier Monate verteilt werden. So werden nur die benötigten Volumina geordert sowie der Ihr Wareneinkauf und Ihre Produktionszyklen effizienter gestaltet.

Sie sind ein starker Partner!

Mit Einkaufsfinanzierung können alle positiven Effekte des Skontos genutzt werden. Die Lieferanten verbuchen einen schnellen Zahlungseingang – ein Plus für die Lieferantenbeziehung, das Image und Ihre Verhandlungsposition. 

Sie werden fit für das Rating!

Sie verringern durch den Einsatz von Einkaufsfinanzierung Ihren Verschuldungsgrad und festigen so Ihre Position für anstehende Bankgespräche.

ABSATZFINETRADING

 

Beim Absatzfinetrading bezahlt Einkaufsfinanzierer/ Finetrader die an Ihre Endabnehmer gelieferten Waren sofort. Das Unterenehmen bespricht die Konditionen mit ihren Endabnehmern ab und verkaufen Ihre Ware an den Einkaufsfinanzierer/ Finetrader. Dieser wiederum verkauft die Ware direkt an den vorbestimmten Endabnehmer. 

Sie bekommen den ausstehenden Betrag sofort von dem Einkaufsfinanzierer/ Finetrader ausbezahlt.


Einkaufsfinanzierung - ab 50.000 Euro Rahmen


Aus Sicht der Abnehmers:

  • Kunde sendet "Liquiditätsprobleme", jeder Einkauf belastet seine Liquidität, Zusatzliquidität wird für die Wachtstumsfinanzierung benötigt,
  • Hohes und/oder schnelles Umsatzwachtsum
  • Es werden längere Vorfinanzierungszeiten benötigt
  • Lange Liefer- oder Produktionszeiten müssen überbrückt werden
  • Die eingeräumte Kontokorrentlinie ist zu knapp, der Kunde benötigt eine Ergänzung zu seiner Banklinie
  • Der Kunde möchte unternehmerisch unabhängig von der Bank, der Marktlage und/oder seiner Kreditversicherung Waren einkaufen
  • Die Zahlungsströme sind nicht ausreichen koordiniert (Saison- und Projektspitzen, schwankende Rohstoffpreise etc.)
  • Sicherheiten sind bereits gebunden um die bestehende KK-Linie zu erhöhen.

Aus Sicht des Lieferanten:

  • Überschreitung der Zahlungsziele durch seine Kunden, Lieferanten wollen freie Liquidität für weiteres Umsatzwachstum generieren
  • Das Risiko aus Lieferantenkrediten reduzieren

Was kann mit einer Einkaufsfinanzierung nicht dargestellt werden:

  • Einkaufsfinanzierung anderer vorzufinanzierender Kosten wie z.B. Löhne, Gehälter, Miete etc.
  • Kunden, die eine ungenügende Bonität aufweisen und/oder nicht über einen Kreditversicherer versicherbar sind
  • Kunden, deren Lieferanten/Lieferungen nicht versicherbar sind
  • Import-Geschäfte sind grds. darstellbar, aber immer Einzelfallentscheidung

HRP Aktuell - Einkaufsfinanzierung - Beispielrechnung_2015.07


  • Jahresabschlüsse der letzten 2 Jahre
    soweit der letzte Jahresabschluss noch nicht erstellt wurde, die BWA mitSummen- und Saldenliste zum Geschäftsjahresende
  • Aktuelle BWA mit Summen- und Saldenliste mit Vorjahresvergleich
  • Kopie Personalausweis Geschäftsführer
  • Aktuelle offene-Posten-Liste Kreditoren (Einzel-OP)
  • Lieferantenliste mit Adresse, Kunden-Nr., Kontaktdaten des Ansprechpartnersvereinbarte Zahlungs- und Lieferbedingungen
  • Handelsregisterauszug (aktuell und vollständig)
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen
  • Aktuelle Selbstauskunft von Bürgel, Creditreform oder Dun & Bradstreet
  • Einkaufsrahmenwunsch (Kreditrahmen)

Die Unterlagenliste ist beispielhaft und ist je nach Anbieter, um die eine oder andere Position zu erweitern.


  1. Vertrag
    Einkaufsfinanzierer schließt mit Ihnen einen Rahmenvertrag und räumt nach Bonitätsprüfung ein Einkaufslimit über die zu erwartenden Außenstände ein
  2. Angebot Einkaufsfinanzierer
    Sie informieren Ihre Lieferanten über das Geschäft und handeln die Konditionen der Warenlieferung aus
  3. Angebotsannahme
    Ihr Lieferant legt dem Einkaufsfinanzierer das Angebot zur Annahme vor
  4. Kaufvertrag
    Einkaufsfinanzierer schließt mit dem Lieferanten und Ihnen je einen Kaufvertrag ab
  5. Warenlieferung
    Ihr Lieferant liefert die Ware direkt an Sie
  6. Eingangsbestätigung
    Sie bestätigen dem Einkaufsfinanzierer den ordnungsgemäßen Erhalt der Ware
  7. Bezahlung der Ware
    Nach Erhalt der Rechnung bezahlen wir den Kaufpreis abzüglich des Skontoertrages an den Lieferanten
  8. Rechnung an Sie
    Einkaufsfinanzierer stellt Ihnen eine Rechnung mit einem Zahlungsziel von z.B. 90 Tagen aus
  9. Bezahlung der Rechnung
    Innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels, z.B. max. nach 90 Tagen, zahlen Sie die Rechnung an den Einkaufsfinanzierer

Je Anbieter kann es bei dem einen oder anderen Punkt zu Abweichungen kommen. 


  • BAS Finetrading GmbH
  • Capflow AG
  • D.I.E. Handelskontor AG
  • DEF Deutsche Einkaufsfinanzierer GmbH
  • DFT Deutsche Finetrading AG
  • DGE Deutsche Gesellschaft für Einkaufskapital mbh & Co. KG
  • ELBE Finanzgruppe GmbH
  • Entrafin GmbH
  • J&T Beteiligungs-GmbH
  • Tradico GmbH
  • WCF Finetrading GmbH

Stand 07.2016 | keine Gewähr der Vollständigkeit


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